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"... er ist eines hageren gesichts ..."

das Leben des Andreas Kickebacke

"... er ist eines hagern gesichts, hat schwartze langlichte Haare, in einem alten blauen rock, schwartzen Hut und ledern Hoßen, ist auch zum wahrzeichen an der linken Hand mit einem Schwerdt gelähmt... " heißt es in einem Steckbrief des Richters der Familie v. Saldern auf Wilsnack und Plattenburg, der am 21.1.1701 unmittelbar nach der Flucht des Andreas Kickebacke aus dem Gefängnis der Plattenburg aufgesetzt und durch die Schulzen der Dörfer der Herrschaft Wilsnack-Plattenburg angeschlagen werden sollte.

Wer war nun dieser Andreas Kickebacke, der als Dieb verhaftet worden war und im Gefängnis der Plattenburg festgesetzt, auf sein Urteil wartete?

Andreas Kickebacke wurde im Januar des Jahres 1675 in Pankow (heute Groß Pankow) geboren und am 26.1.1675 hier auch getauft. Sein Vater Hans Kickeback (die Schreibweise des in dieser Gegend noch heute vorkommenden Familiennamens wechselt zwischen Kieckebacke, Kickebacke, Kieckback etc.) war geboren um 1636 und starb 1718.

Die Mutter Emerentia Ulrich starb während einer Vakanz in Groß Pankow 1695 - 97 laut einer Notiz im Kirchenbuch von späterer Hand. Die Eheleute Kickeback waren Dienstleute des Pfarrers Paul Block, der ursprünglich aus Perleberg stammte. Der Vater heiratet dann ein zweites Mal, wobei das Heiratsdatum auch in der Zeit zwischen 1695 bis 1697 liegt, als die Pfarre Pankow nicht besetzt war und daher nicht im Kirchenbuch von Pankow eingetragen ist, Ilse Middelfeld, gestorben 1717, Witwe v. Erdmann Lüdemans. Andreas ist das fünfte von insgesamt 10 Kindern und der dritte Sohn. Er hat somit auch keine Aussicht, später einmal den elterlichen Hof zu übernehmen, der an seinen ältesten Bruder Paul übergehen wird.

So muß er sich schon als Kind bei Fremden verdingen, zunächst bei einem Bauern namens Hans Royer in Pankow, dann geht er für ein Jahr nach Dannenwalde, um dort bei Johann Balthasar v. Krüsecke zu arbeiten, der Anteilgüter in Pankow und Dannenwalde besitzt, als Lohn erhält er Kleider. Zu dieser Zeit ist er nach eigener Aussage etwa 9 Jahre alt, also etwa 1684. 1685 finden wir ihn für ein Jahr bei einem Bauern in Rohlsdorf, wieder erhält er, da er noch ein Kind ist, Kleider zum Lohn.

Kurzzeitig ist er dann wieder bei seiner Familie, aber nicht lange, denn die Familie des Vaters wächst noch und so geht er als Dienstknecht nach Wolfshagen, wo er für den Kossäten Martin Ditten Hofdienst mit der Hand beim dortigen Gutsherrn leistet, wöchentlich 3 Tage. An Lohn erhält er 7 Taler, 2 Hemden, 2 Paar Schuhe. Hier bleibt er etwa 3 1/2 Jahre, also etwa 1690/91. Dann geht er nach Seddin, ebenfalls dem Gutsherrn zu Putlitz auf Wolfshagen gehörig und arbeitet hier bei dem Hüfner Joachim Be(h)ren(d)t. An Lohn erhält er hier 3 Taler, 2 Hemden, 2 Paar Schuhe, 1 Leinenhose und bleibt hier ein Jahr.

Den vollständigen Text können Sie hier als PDF-Datei heruntermladen.



Sophie Henriette Sebaldt
ein Frauenbild des 18. Jahrhunderts


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