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Grabstein Karstedt - "Das Grabmal für den Landrat Christian Dietrich Ferdinand v. Karstedt"

Das Grabmal wurde dem 1793 verstorbenen ehemaligen Landrat der Prignitz Christian Dietrich Ferdinand v. Karstedt vermutlich schon kurz nach seiner Beerdigung gesetzt. Christian Dietrich Ferdinand wurde geboren 1751 in Kaltenhof als Sohn des Christian Ernst v. Karstedt auf Kaltenhof und Klockow und der Sophie Henriette Sebaldt.

1764 bis 1768 besuchte er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Wilhelm Albrecht das Pädogium der Franckeschen Stiftungen in Halle und studierte dann Jura an der dortigen Universität. Nach seinem Studium ging er in den Staatsdienst und arbeitete am Magdeburgischen Kammergericht. 1771 hatte er bei der Erbteilung mit seinen Brüdern das Gut Kaltenhof erhalten.

Abendsonne bei Krampfer

FOTO: Oliver Guhr, Beiersdorf/Berlin

Von 1777 bis 1783 war er Landrat der Prignitz und lebte zu dieser Zeit auch in Kaltenhof. Durch eine schwere Erkrankung gezwungen, legte er sein Amt als Landrat nieder und starb 1793 in Kaltenhof. Kaltenhof war 1540 als Gutshof auf freier Feldmark angelegt worden und seitdem von der Familie v. Karstedt, die zu den ältesten Familien der Prignitz zählt und heute hier auch noch ansässig ist, bewohnt.

Leider ist heute von der Gutsanlage nicht mehr sehr viel zu sehen. Ein kleiner Park mit sternförmigem Wegenetz ist zerstört, ebenso ist im Laufe der Jahre der Wirtschaftshof abgerissen worden. Von dem Mitte des 18. Jahrhunderts erbauten Gutshaus steht nur noch ein ruinöser Teil. Die 1711 erbaute Kapelle ist bis auf Fundamentreste verschwunden.

Alter und neuer Friedhof sind teilweise zerstört, teilweise überwuchert. Auf dem neuen Friedhof, etwa 1922/23 angelegt, befand sich auch zuletzt das Grabmal. Es war zu der Zeit von seinem ursprünglichen Standort hinter dem Gutshaus versetzt worden. In den 70er des 20. Jahrhunderts wurde dann das Grabmal abgebaut, da man Wertvolles darunter vermutete, ohne jedoch zu wissen, das es nicht mehr am originalen Standort aufgestellt war.

Dabei wurden einzelne Teile schwer beschädigt und zum Teil in einen Wassergraben verbracht. 2001 gelang es mit Hilfe einer Stiftung, das Geld für Bergung und Abtransport des Grabmals zusammenzubekommen und es wurde in die Restaurierungswerkstatt Oliver Guhr in Beiersdorf/Barnim verbracht.

Seit dem 15. November 2001 ist es als Einzeldenkmal in das Verzeichnis der Denkmale des Landkreises Prignitz aufgenommen.

Es besteht aus Sandstein, der aus dem Magdeburger Raum (wahrscheinlich Ummendorf) stammt. Auf zweistufigem Sockel befindet sich der Schriftsockel mit einem Text zu dem Verstorbenen. Auf der Rückseite folgende in Teilen noch zu erkennende Widmung: \"Dem zärtlichsten Bruder, dem fühlenden Freunde, dem Wiederhersteller des Väterlichen Erbes, dem Manne, welchen stets die Ausbildung seines Verstandes und Herzens [hier Ausfall]... dem jede Menschen... widmen dieses Denkmal...\" Auf den Stufen sind noch Reste zweier jetzt zerstörter Figuren zu finden. Über dem Sockel eine Platte, darüber ein ovaler Aufbau mit bekrönender Vase.

Es wird als bedeutendes Zeugnis frühklassizistischer Grabmalskunst um 1800 in Brandenburg eingeschätzt und es gibt nur noch Weniges aus dieser Zeit hier in der Prignitz, so daß jede Hilfe für die Restaurierung wichtig ist, besonders da die einzelnen Teile durch die lange Lagerung in feuchtem Boden oder im Wasser in ihrer Substanz gefährdet sind.

Wer also helfen kann und will oder Ideen und Tipps hat, schreibt mir bitte unter folgender Adresse: brusche@gens-prignitz.de.



Klein Linde:

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Projektliste

Hier finden Sie Links zu Artikeln über die Geschichte des Dorfes Abbendorf und Haverland sowie der Genealogie der Familie v. Karstedt.